• Wenn der Stress zuviel wird
    Burn-Out
    Wenn der Stress zuviel wird

Gestresst, erschöpft und ausgebrannt – und falsch behandelt!

Die wahren Ursachen, korrekte Diagnostik und optimierte Behandlung des Burn-Out-Syndroms

Nach einer kürzlich von der Techniker-Krankenkasse veröffentlichten Untersuchung fühlen sich 40 Prozent der deutschen Berufstätigen abgearbeitet und verbraucht, jeder Dritte davon richtig ausgebrannt. Die Hälfte der Befragten gab an, dass ihr Leben in den vergangenen drei Jahren stressiger geworden ist und jede fünfte befragte Person steht ihrer Ansicht nach unter Dauerdruck.

Genau diese Umstände sind der Nährboden, auf dem zunehmende Gestresstheit und fehlende Stressresistenz bis hin zum so genannten Burn-Out-Syndrom entstehen – gemeinsam mit vielfältigen körperlichen Beschwerden wie Müdigkeit, Darmproblemen, Kopf- und Gelenkschmerzen und vielen anderen mehr. Immer häufiger sind auch Frauen betroffen, die oftmals einen Balanceakt zwischen Beruf, Familie und sozialen Verpflichtungen vollziehen müssen. Meist sind ehemals besonders engagierte Menschen von der Krankheit betroffen. Und die Folgen für die Erkrankten können gravierend sein. Erschöpfung, Veränderung der Persönlichkeit hin zum Zynischen, Leistungsknick mit finanziellen Folgen und chronische Krankheiten können in jeder Ausprägung auftreten.

Leider wird das Burn-Out-Syndrom meist ausschließlich von der psychologischen Seite her gesehen. Das ist auch nicht völlig falsch, denn die Ursachen liegen meist in einer zu optimistischen Zeitplanung, im Annehmen zu vieler Aufgaben und einem Warten auf Anerkennung, die aber oft zu gering ausfällt oder komplett ausbleibt. Daher müssen die Betroffenen realistischer an ihrem Leben arbeiten. Dennoch: Das Burn-Out-Syndrom ist viel mehr eine körperliche Erkrankung als man bisher gedacht hat, wie immer mehr Untersuchungen zeigen. Und so lautet die Formel:

Chronischer Stress → Störungen im Hormonsystem und Störungen der Energiebildung → Burn-Out-Syndrom → chronische Krankheiten

  • Durch chronischen Stress, sei er nun beruflich oder privat bedingt, müssen alle diejenigen Organe „Überstunden“ leisten, die für die Steuerung der Energieproduktion zuständig sind, wie zum Beispiel Nebennieren und Schilddrüse.
  • Die Bildung ausgleichender, beruhigender und regenerierender Substanzen wie die des „Glückshormons“ Serotonin oder des „Schlafhormons“ Melatonin kann dem erhöhten Bedarf nicht mehr nachkommen und erschöpft sich zusehends. Folgen sind Depressionen und Schlafstörungen.
  • Stress schädigt die Darmwand. Es kommt zu Verdauungsproblemen, Überwucherung des Darms mit schädlichen Keimen, Übertritt von giftigen Substanzen in den Organismus und oft unbemerkten Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Alle diese Probleme zusammen belasten den Organismus und führen zusätzlich zu Müdigkeit und Erschöpfungsgefühl.
  • Zum Schluss sind häufig auch noch die Mitochondrien ausgepowert. Sie sind die elektronenmikroskopisch kleinen „Kraftwerke“ der einzelnen Körperzellen. Wenn sie nicht mehr genügend Energie produzieren können, können Müdigkeit und Erschöpfung die Folge sein.
  • Alle diese Störungen können eindeutig nachgewiesen und behandelt werden. Durch eine solche Therapie kann Burn-Out komplett verhindert werden oder die Leistungsfähigkeit bei Erschöpfung und Burn-Out oft wesentlich schneller wiederhergestellt werden, als durch eine alleinige psychologische Intervention – oder gar Antidepressiva!

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